RheinRuhrExpress
  Eine Stadt im Ausnahmezustand oder Düsseldorf nach Orkan Eda
 
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Eine Stadt im Ausnahmezustand oder Düsseldorf nach Orkan Ela

Am Abend des schwülen 9 Juni zog sich der Himmel über der Landeshauptstadt und weiten Teilen Nordrhein-Westfalens bedrohlich zu. Zunächst gingen viele Menschen von einem nicht ungewöhnlichen normalen Sommergewitter aus, schließlich waren keine großen Warnungen für extreme Unwetter ausgegeben (oder wenn erst sehr spät). Doch was sich dann über der Landeshauptstadt abspielte suchte seines Gleichen. Tage später würde vom schwersten Unwetter seit Jahrzehnten geredet werden. Das ganze Ausmaß konnte überhaupt erst in den darauffolgenden Tagen erfasst werden. Drei Menschen starben, über 17000 Bäume stürtzten um oder wurden beschädigt, die Feuerwehr rückte zu über 3000 Einsätzen aus. Dieser Bericht soll dabei vorallem die Folgen für das Nahverkehrssystem in Düsseldorf wiederspiegel.




Erst bei Tageslicht am nächsten Morgen, dem 10 Juni, wurde das ganze Ausmaß der Schäden in der Stadt offensichtlich. Auch die Rheinbahn hatte es naturgemäßg sehr hart getroffen. So fuhr bis gegen Vormittag auschließlich die U-Bahn im Tunnel. Doch bereits gegen Mittag konnte auch eine erste Straßenbahnstrecke freigegeben werden. So pendelte die 704 im annährenden 5-Minutentakt zwischen Hauptbahnhof und Polizeipräsidium, später auch dem Südfriedhof. Eingesetzt wurden dabei ausschließlich NF10. Ein solcher passiert auf diesem Bild in Form von 2006 die Berliner Allee. Nur knapp passt der Zehnachser an einem umgefallenen Baum vorbei.




Als erste U-Bahnlinie außerhalb des Tunnels verkehrte die U75 zwischen Luegplatz und Eller. Dabei setzten die Wagen über den Gleiswechsel am Luegplatz um. Hier zu sehen ist 3210 mit einem weiteren GT8SU, der gerade wieder auf die "richtige" Seite wechselt und dem Ziel Eller langsam aber sicher entgegen fährt.




Weniger Meter entfernt vom Luegplatz, etwa höhe des Barbarossaplatzes zeigte sich warum eine weitere Fahrt Richtung Oberkassel nicht möglich war. Insgesamt vier B-Wagen blockierten hier noch die Strecke.




Die Werkstatt fuhr diese später als Vierfachtraktion in Richtung Düsseldorf Hauptbahnhof.





Auf der U76 waren auch schon vereinzelt Ersatzbusse zwischen Heinrich-Heine-Allee und Meerbusch Haus Meer unterwegs. Auch der Weg für die Busse selbst auf Hauptstraßen ist jedoch häufig noch von Bäumen oder Ästen versperrt. Wagen 8377 bahnt sich als "U76" den Weg über die Luegallee in Richtung Innenstadt.



Zum Glück stand hier niemand! Die Bushaltestelle der 833 am Belsenplatz ist völlig zerstört.



Wer dachte einen Tag nachdem Unwetter sei der Großteil der Schäden beseitigt der irrte sich gewaltig. Vielmehr wurde einem hier noch deutlicher vor Augen geführt wie gewaltig die Schäden sind. Auch wenn die Buslinien ohne größere Unterbrechungen unterwegs waren so ergaben sich doch immer wieder teils irreale Situationen. So auch als Wagen 6874 mit der Linie 730 in den Ostparksiedlung einen "Sturmengpass" umfährt.



Wenige Meter später zeigt sich das Ausmaß der Zerstörung auch bei der Deutschen Bahn. 8360 fährt direkt neben der Güterzugstrecke Duisburg-Köln. Allein hier blockieren auf wenigen Metern etliche Bäume die Strecke.





Für das Team vom Oberleitungsbau hieß es auch vier Tage nachdem Sturm noch unerbitterlich Einsatz zu leisten um immer weitere Streckenabschnitte freizubekommen. Der letzte gesperrte Straßenbahnstrecke war dabei die 703 in Richtung Gerresheim. Das Bild zeigt die Schleifenausfahrt in Gerresheim und das beinahe auch schon "historischen" Hebebühnenwagen.




Bis die Oberleitung am Gerresheimer Bahnhof repariert wurde fuhr die 703 nur bis Gerresheim Mitte. Hier zu sehen ist Wagen 2120 am 13 Juni bei der Einfahrt in die  Wendeschleife Schönaustraße.




Wagen 2116 steht in der Wendeschleife und wartet darauf wieder in Richtung Innenstadt einzusetzen.







Der letzte gesperrte Streckenabschnitt war und ist die Strecke vom Belsenplatz in Richtung Seestern/ Meerbusch/ Krefeld. Hier traf es die Oberleitung im Bereich Prinzenallee besonders hart, wie dieses Bild zeigt.




Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Und so helfen die Krefelder Stadtwerke zumindest mit einem Bus den Ersatzverkehr zwischen Meerbusch und Krefeld auf der "K-Bahn" zu bestreiten. Das Bild zeigt Wagen 5618 in Meerbusch Haus Meer.




Zur Beseitigung der Sturmschäden forderte die Stadt Düsseldorf  sogar die Hilfe der Bundeswehr an. Diese unterstüzt die Feuerwehr und das THW seit dem 13 Juni bei der Beseitigung der Sturmschäden mit schweren Gerät (sogar mit Bergungspanzern). Das Einsatzgebiet erstreckt sich dabei vorallem um den schwer beschädigten Aaper Wald in Grafenberg.




Das Bild zeigt die Aufräumarbeiten an der Haltstelle Belsenplatz, bei denen Stadt, THW und Rheinbahn Hand in Hand arbeiten.Dieses Bild möchte ich symbolisch den Helferinnen und Helfernn  insbesondere von Feuerwehr, Polizei, THW und Rheinbahn widmen, die ihr bestes dafür getan haben die Schäden von Orkantief "Ela" möglichst schnell zu beseitigen.










 



 
   
 
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